Zwei Personen vergleichen Dokumente an einem Schreibtisch

Agentur, Freelancer oder eigene Stelle

Eine festangestellte Marketingfachkraft kostet ein Unternehmen in Deutschland deutlich mehr als die Summe im Arbeitsvertrag, weil zum Bruttogehalt die Arbeitgeberanteile hinzukommen, und Freelancer und Agentur werden nach völlig anderen Logiken abgerechnet, ohne alle drei Zahlen nebeneinander fällt eine Entscheidung schwer.

Die Arbeitgeberanteile liegen in Deutschland bei etwa 21 bis 25 Prozent des Bruttogehalts und setzen sich aus Sozialversicherungsbeiträgen und zusätzlichen Umlagen zusammen. Bei 3.000 Euro brutto im Monat liegen die tatsächlichen Kosten für das Unternehmen bei rund 3.700 Euro, also etwa 700 Euro über dem, was im Vertrag steht.

Ein typisches Bruttogehalt für eine Marketingfachkraft in Deutschland liegt bei 45.000 bis 60.000 Euro im Jahr, bei Berufseinsteigern eher bei 40.000 bis 45.000 Euro, bei erfahrenen Führungskräften ab 75.000 Euro aufwärts. Mit den Arbeitgeberanteilen liegen die tatsächlichen monatlichen Kosten für eine solche Stelle meist zwischen 4.500 und 6.500 Euro.

Freelancer im Marketing im deutschsprachigen Raum verlangen im Schnitt 76 bis 99 Euro pro Stunde, je nach Erfahrung, Berufseinsteigerinnen eher am unteren Ende, Fachleute mit über zehn Jahren Erfahrung eher am oberen. Der Tagessatz ergibt sich meist aus dem Stundensatz mal acht, oft mit 5 bis 10 Prozent Nachlass bei längerer Zusammenarbeit.

Eine Agentur berechnet für die monatliche Betreuung 1.000 bis 5.000 Euro bei einem kleinen Unternehmen und 2.500 bis 7.000 Euro bei einem größeren Betrieb mit vollem Marketingumfang. Der Preisunterschied zum Freelancer erklärt sich dadurch, dass hier nicht nur eine ausführende Person bezahlt wird, sondern auch die Vertretung bei Urlaub oder Krankheit, die Koordination zwischen mehreren Kompetenzen und das Reporting.

Eine feste Stelle ist im Vorteil, wenn Entscheidungen häufig und schnell fallen müssen und sich der Kontext im Unternehmen täglich ändert, denn diese Person ist immer greifbar und kennt das Geschäft von innen. Im Nachteil ist sie bei der Breite der Kompetenzen, denn eine einzelne Person deckt selten Website, Werbung und Content gleichzeitig auf professionellem Niveau ab.

Ein Freelancer ist im Vorteil, wenn die Aufgabe klar und einzeln ist, etwa das Einrichten von Werbekampagnen oder der Bau einer Website, und im Nachteil, wenn mehrere Bereiche zu einem Plan zusammengeführt werden müssen und Kontinuität bei Urlaub oder Krankheit gefragt ist.

Eine Agentur ist im Vorteil, wenn Aufgaben mehrere Kompetenzen gleichzeitig berühren und der Kunde nicht selbst mehrere Auftragnehmerinnen koordinieren will, und im Nachteil bei der Geschwindigkeit kleiner alltäglicher Entscheidungen, die eine interne Mitarbeiterin sofort vor Ort treffen würde.

Urlaub, Krankheit und Kündigung wirken sich bei den drei Varianten unterschiedlich aus. Bei einer festen Stelle stehen Urlaub und Krankschreibung die Arbeit ohne Vertretung still, sofern keine zweite Person mit denselben Fähigkeiten im Unternehmen ist. Beim Freelancer besteht ein ähnliches Risiko, allerdings mit kürzerer Bindungsdauer. Bei der Agentur ist die Vertretbarkeit meist höher, weil eine andere Person im Team übernehmen kann.

Vor der Entscheidung zwischen den drei Varianten lohnt sich eine ehrliche Antwort auf eine Frage, braucht das Unternehmen eine dauerhaft verfügbare Person zur internen Koordination oder einen planbaren monatlichen Arbeitsumfang, ohne diese Person selbst führen zu müssen. Diese Antwort zählt für die Entscheidung mehr als der reine Zahlenvergleich.

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Porträt von Illia Belichenko, technischer Spezialist bei Illia BizTech
Illia Belichenko

Illia verantwortet den technischen Teil von Illia BizTech: Entwicklung und Weiterentwicklung von Websites, Formulare, Integrationen, Automatisierungen und technischen Support. Er arbeitet daran, dass Website, Content, Werbung und interne Abläufe sinnvoll miteinander verbunden sind und keine unnötige manuelle Arbeit erzeugen.

Die Wahl zwischen Agentur, Freelancer und einer festen Stelle hängt davon ab, wie regelmäßig ein Unternehmen Änderungen an Website und Marketing braucht, nicht nur vom Stundensatz. Illia BizTech arbeitet als kleines Team ohne aufgeblähte Agenturstruktur, sodass die Kundschaft die Flexibilität eines Freelancers bekommt und trotzdem nicht allein dasteht, wenn eine Person im Urlaub oder mit einem anderen Projekt beschäftigt ist.

Illia BizTech betreut Websites für kleine und mittlere Unternehmen auf Russisch, Deutsch und Englisch, von der ersten Version bis zur laufenden Pflege und SEO-Betreuung. Das Team begleitet das Projekt von der Idee bis zum Launch ohne lange interne Abstimmungswege, sodass die Kundschaft direkt mit den Personen spricht, die den Code schreiben und die Inhalte pflegen, statt über mehrere Zwischenstationen zu warten. Das passt besonders zu Unternehmen, die nach Deutschland ziehen oder den deutschsprachigen Markt erschließen wollen und ihre Aufgabe einmal erklären möchten, nicht bei jedem Gespräch erneut.