
Welche Bilder Sie auf der Unternehmenswebsite nutzen dürfen
Ein Bild aus der Bildersuche wird nicht frei, nur weil es sich leicht herunterladen lässt. Die Rechteinhaberin behält ihre Rechte auch dann, wenn die Datei ohne Passwort zugänglich ist, und die Nutzung ohne Erlaubnis bleibt eine Verletzung, egal wie zufällig der Fund wirkte.
Es gibt drei Bildquellen mit unterschiedlichen Regeln. Eigene Aufnahmen gehören dem Unternehmen vollständig und lassen sich überall einsetzen. Bezahlter Stock liefert eine Lizenz für bestimmte, in den Bedingungen der jeweiligen Plattform festgelegte Nutzungsarten. Kostenloser Stock mit offener Lizenz erlaubt die Nutzung oft, verlangt dafür aber häufig eine direkte Nennung der Urheberin neben dem Bild.
Der Urhebernachweis ist genau dort Pflicht, wo die konkrete Lizenz es vorschreibt, und die Pflicht verschwindet nicht nach Jahren der Nutzung auf der Website. Die Nennung ohne erneute Prüfung der Lizenz zu entfernen verletzt sie rückwirkend seit dem ersten Tag.
Eine für die Website gekaufte Lizenz deckt Werbung nicht automatisch ab. Viele Stock-Plattformen verkaufen eine Web-Lizenz getrennt von einer erweiterten Lizenz für bezahlte Werbung, und ein Bild, das rechtmäßig auf der Leistungsseite steht, kann für die Anzeige in Google Ads oder Meta Ads einen Aufpreis verlangen.
Fotos von Mitarbeitenden und Kundschaft brauchen die Einwilligung der abgebildeten Person, und diese muss vor der Veröffentlichung vorliegen, nicht nachträglich nach einer Beschwerde. Die Person kann die Einwilligung später widerrufen, dann muss das Foto von Website und Social Media verschwinden, auch wenn es schon lange dort steht.
Aufnahmen fremder Gebäude, Innenräume und Marken von außen bringen ein eigenes Risiko mit. Das Foto eines Partner-Schaufensters oder eines Logos im Hintergrund braucht die Zustimmung der Eigentümerin des Objekts oder der Marke, nicht nur den guten Willen der fotografierenden Person.
Websites erben Bilder oft vom Vorgänger zusammen mit dem Quellcode, und die Herkunft solcher Dateien ist selten dokumentiert. Vor der Übernahme auf die neue Website lohnt sich die Prüfung, ob überhaupt eine gekaufte Lizenz existiert, statt anzunehmen, ein Bild sei in Ordnung, nur weil es schon dort stand.
Lizenzen gehören an einen Ort, als eigene Liste mit Kaufdatum, Bestellnummer und Link zu den Bedingungen der jeweiligen Plattform. Ohne diese Liste lässt sich ein Jahr später nicht schnell beantworten, woher ein konkretes Bild stammt und was es genau erlaubt.
Dieser Text erklärt die Praxis im Umgang mit Bildern und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Bewertung einer konkreten Lizenz und einer konkreten Nutzung hängt von den Bedingungen der Plattform und den Details des Falls ab.
Websites, die Illia BizTech aufbaut, kommen mit einer Herkunftsliste für jedes Bild statt mit einem Ordner voller Dateien ohne Erklärung. Damit entfällt genau das Risiko, dass sich Jahre später niemand mehr erinnert, woher ein Foto auf einer alten Seite stammt und ob es überhaupt für Werbung genutzt werden darf.
Illia BizTech betreut Websites für kleine und mittlere Unternehmen auf Russisch, Deutsch und Englisch, von der ersten Version bis zur laufenden Pflege und SEO-Betreuung. Das Team begleitet das Projekt von der Idee bis zum Launch ohne lange interne Abstimmungswege, sodass die Kundschaft direkt mit den Personen spricht, die den Code schreiben und die Inhalte pflegen, statt über mehrere Zwischenstationen zu warten. Das passt besonders zu Unternehmen, die nach Deutschland ziehen oder den deutschsprachigen Markt erschließen wollen und ihre Aufgabe einmal erklären möchten, nicht bei jedem Gespräch erneut.

